Tagungsmotiv mit dem Schriftzug „Solutions for Climate Resilient Green Cities – 26.+27.03.2024 Geisenheim“

Tagung 2024

Black2GoGreen Tagung 2024

Solutions for Climate Resilient Green Cities

Datum
26.–27. März 2024
Ort
Hochschule Geisenheim University, Gerd-Erbslöh-Hörsaal (HS30)

Erste internationale Fachtagung von Black2GoGreen mit rund 130 Teilnehmenden und Referierenden aus acht Ländern – zu Pflanzenkohle und Struktursubstraten nach dem Stockholmer Modell.

Internationale Fachtagung „Black2GoGreen“: Pflanzenkohle für klimaresiliente Städte

Am 26. und 27. März 2024 fand an der Hochschule Geisenheim University die erste internationale Fachtagung im Rahmen des Wissenstransferprojekts Black2GoGreen statt. Rund 130 Teilnehmer:innen und Referierende aus acht Ländern tauschten sich in Vorträgen und Workshops über Pflanzenkohle und Struktursubstrate auf Basis des „Stockholmer Modells“ aus. Diese Methoden wurden entwickelt, um Stadtgrün gesünder zu machen und Städte besser auf die Folgen des Klimawandels vorzubereiten.

Die Pflanzenkohle-Makadam-Substrate wurden in Stockholm entwickelt und werden bislang vor allem in Schweden, Österreich und der Schweiz angewendet. Modellprojekte aus diesen Ländern zeigen die Wirkung der Bauweise: An der ZHAW in Wädenswil (Zürich) wurde Pflanzenkohle beispielsweise gezielt eingesetzt, um die Wurzeln von Stadtbäumen zu lenken – das eröffnet neue Möglichkeiten in der unterirdischen Raumplanung. Auch bei der Schwammstadt-Bauweise, wie sie in Graz zur Bewältigung von Starkregen eingesetzt wird, spielt Pflanzenkohle eine wichtige Rolle: Sie speichert einen Teil des überschüssigen Wassers, das in die unterirdische, tragfähige Schotterstruktur abgeleitet wird.

Programm

Die Vortragsfolien sind über die Links in der HGU-Cloud abrufbar (Zugang passwortgeschützt).

Themenblock 1 – Herausforderungen der Städte im Klimawandel

Ulrich Sommer: Quo vadis, Hitzeinsel Stadt? Anpassung an kommende Challenges

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Ulrich Sommer, Tagung 2024. Foto: Black2GoGreen / Hochschule Geisenheim University.

Das Klima der Erde ändert sich in sehr langen Zeiträumen durch natürliche Prozesse. Seit Beginn der Industrialisierung trägt der Mensch jedoch erheblich zu beschleunigten Veränderungen bei – mit Folgen weit über das Klima hinaus. Veränderungen von Temperatur und Niederschlag oder die Zunahme von Extremereignissen wirken sich auf Natur, Menschen und die damit verbundenen Prozesse und Systeme aus. Der Vortrag zeigte diese Veränderungen und die zu erwartenden Herausforderungen: Verschiebung der Jahreszeiten, Hitze, Dürre und Starkregen mit ihren vielfältigen Folgen. Die Zunahme heißer Tage und Tropennächte oder lang anhaltende Dürreperioden wirken sich im Stadtraum besonders stark aus; Arbeits- und Wohnumfeld sowie grüne und blaue Infrastrukturen stehen vor besonderen Herausforderungen. Der Vortrag hilft, die Klimawandelfolgen besser zu verstehen, und unterstützt Fachleute und Gesellschaft dabei, graue, grüne und blaue Infrastrukturen klimaangepasst weiterzuentwickeln. Zudem gab er Hinweise auf Beratungsangebote und Arbeitshilfen des Fachzentrums Klimawandel und Anpassung.

Mattias Gustafsson: Biochar Plantbeds: Now and Future

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Mattias Gustafsson, Tagung 2024. Foto: Black2GoGreen / Hochschule Geisenheim University.

Mattias Gustafsson presented the work of Biokolprodukter and EcoTopic on biochar applications in recycled structural soils, climate solutions in urban plant beds and spreading the knowledge from the Stockholm Biochar Project.

David Bregulla: Das Stockholmer Modell: Vom Handbuch in die Umsetzung

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David Bregulla, Tagung 2024. Foto: Black2GoGreen / Hochschule Geisenheim University.

Ziel des DBU-Projekts ist es seit 2022, eine Basis für den breiten Einsatz von Pflanzenkohle in urbanen Pflanzsubstraten zu schaffen. Ein Schwerpunkt ist die Übersetzung des Handbuchs der Stadt Stockholm („Pflanzgruben in der Stadt Stockholm“). Auf Grundlage aktueller Erfahrungen aus Stockholm und Schweden sollen im Austausch mit Kommunen, Planer:innen, Expert:innen, ausführenden Unternehmen, Wissenschaft und Wirtschaft Pilotprojekte angestoßen werden. Ein Fokus liegt auf dem Tracking der Klimadienstleistung der Pflanzenkohle – so wird die Sicherheit über die gesamte Lieferkette erhöht und Doppelzählung ausgeschlossen. Der Vortrag stellte die deutsche Übersetzung des Handbuchs vor und gab einen Einblick in den Stand des DBU-Projekts.

Themenblock 2 – Was ist eigentlich Pflanzenkohle …?

Prof. Dr. Bruno Glaser: Biochar Origins und Eigenschaften von Pflanzenkohle

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Prof. Dr. Bruno Glaser, Tagung 2024. Foto: Black2GoGreen / Hochschule Geisenheim University.

Pflanzenkohle ist eine Schlüsselkomponente der Terra Preta, eines nachhaltig fruchtbaren, humusreichen und vom Menschen geschaffenen Bodens, der zuerst im Amazonasgebiet entdeckt wurde. Obwohl es inzwischen fast 20.000 wissenschaftliche Artikel zum Thema gibt, wird es noch immer kontrovers und teils sehr emotional diskutiert. Der Vortrag zeigte die Unterschiede zwischen Fake News und wissenschaftlicher Evidenz auf und fasste den Forschungsstand zu Pflanzenkohle als Bodenverbesserer zusammen.

Dr. Nikolas Hagemann: Anforderungen und Vorbehandlungen von Pflanzenkohle

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Dr. Nikolas Hagemann, Tagung 2024. Foto: Black2GoGreen / Hochschule Geisenheim University.

Pflanzenkohle kann vielfältig eingesetzt werden, etwa in Futter- und Düngemitteln, in Beton oder im Snowboard. Doch nicht jede Pflanzenkohle eignet sich gleichermaßen für jede Anwendung. Auch im urbanen Raum gelten spezifische Schadstoffgrenzwerte, und unterschiedliche Anwendungen erfordern eine angepasste Verarbeitung und Vorbehandlung – auch in Stadtbaumsubstraten, wenn die Pflanzenkohle das Wachstum der Bäume bestmöglich unterstützen soll. Der Vortrag gab einen Überblick über mögliche Vorbehandlungen, unter anderem die Kompostierung und die Kombination mit Fertigation.

Patrizia Pschera: C-Senken mit Pflanzenkohle: CDR, Zertifizierung und Handel

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Patrizia Pschera, Tagung 2024. Foto: Black2GoGreen / Hochschule Geisenheim University.

Im Mittelpunkt standen Methoden des CO₂-Entzugs aus der Luft und der langfristigen Kohlenstoffspeicherung (Carbon Dioxide Removal, CDR). Die Erzeugung von Kohlenstoffsenken ist eine gemeinwohlorientierte Dienstleistung, die als solche vergütet werden sollte – ein grundlegender Unterschied zu CO₂-Vermeidungszertifikaten. Deshalb müssen die Zertifizierungsmechanismen eigenständig entwickelt und die Produkte klar getrennt werden. Carbon Standards bietet seit Jahren die EBC-Zertifizierung als Qualitätsstandard für Pflanzenkohle sowie Standards zur Berechnung des Werts der Kohlenstoffsenke an. Der Vortrag zeigte, wie die Zertifizierung von Stadtbaumsubstraten abläuft, und ging auf Grundfragen der Gestaltung des Kohlenstoffsenkenmarkts ein: Kohlenstoffspeicherung ist nicht nur eine Technologie, sondern ein System aus Institutionen, regulatorischen Rahmenbedingungen, Wirtschaft und Finanzierung.

Themenblock 3 – Pioniere im Einsatz des Stockholmer Modells und anderer neuartiger Stadtbaumsubstrate

Tomas Stoisser: Pioniere in Europa: Graz

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Tomas Stoisser, Tagung 2024. Foto: Black2GoGreen / Hochschule Geisenheim University.

In Graz werden seit 2017 Schwammstadt-Bauweisen umgesetzt. Was als Pilotversuch begann, ist heute städtischer Standard. Mit der Strategie, die Stadt intensiv zu begrünen, den Wasserkreislauf zu schließen und die städtische Biodiversität zu stärken, leisten diese Bauweisen einen wichtigen Beitrag. Durch Pflanzenkohle kann zusätzlich eine regionale und dauerhafte Kohlenstoffsenke entstehen. Der Vortrag gab einen Abriss der Entwicklung und stellte die gewonnenen Erkenntnisse vor.

Thomas Roth: Pioniere in Europa: Wien

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Thomas Roth, Tagung 2024. Foto: Black2GoGreen / Hochschule Geisenheim University.

Funktionsfähige Stadtbäume müssen künftig eine wesentliche klimatische Ausgleichsfunktion übernehmen. Baumalter und Größe des Blätterdachs sind Voraussetzungen für Schatten, Verdunstung, Kühlung und Filterleistung. Ausreichender Wurzelraum ist die wichtigste Grundlage für Vitalität und Wachstum, steht im urbanen Raum aber oft nicht zur Verfügung. Ein neu entwickeltes Baumsubstrat (Schwammstadtsubstrat) aus Grobschlag mit Einschlämmmaterial bietet einerseits Retentionsraum bei Starkregen und kann andererseits bei hoher Verdunstung ausreichend Gießwasser aufnehmen. Zudem ist es überbaubar: Das Stammumfeld kann Platzcharakter annehmen, während der Wurzelraum maximiert wird. In zwei Vorversuchen wurde der Europäische Zürgelbaum (Celtis australis) im Schwammstadtsubstrat getestet. Im aktuellen Versuch werden die Entwicklungsphasen von fünf Baumarten im Schwammstadtsubstrat und im konventionellen Baumsubstrat verglichen – an der HBLFA Schönbrunn in Kooperation mit dem Bundesamt für Wasserwirtschaft und dem Arbeitskreis Schwammstadt.

Gerald Dunst: Produktion von Pflanzenkohlesubstraten für Stadtbäume und Co.

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Gerald Dunst, Tagung 2024. Foto: Black2GoGreen / Hochschule Geisenheim University.

Gerald Dunst ist Inhaber der Firma Sonnenerde, die über 30 Erdprodukte auf Kompostbasis entwickelt hat und vertreibt. Seit 2007 leitet er die Arbeitsgruppe Landwirtschaft in der Ökoregion Kaindorf, in der rund 400 Landwirte auf über 5.000 Hektar Humus aufbauen; sie sind an ein CO₂-Zertifikatesystem angeschlossen. Seit 2012 betreibt er eine Pyrolyseanlage, in der rund 200 Tonnen Pflanzenkohle pro Jahr produziert werden. Daraus wurden Produkte wie Bio-Schwarzerde (Terra Preta), Bodenaktivator, Stadtbaumerde (Feinsubstrat) sowie Futter- und Güllekohle entwickelt; die beiden letzteren werden gemeinsam mit seinem Sohn Dominik Dunst über die Firma Char-Line vermarktet. Eine neue industrielle Pyrolyseanlage soll im Endausbau rund 2.000 Tonnen Pflanzenkohle pro Jahr produzieren. In Vorträgen und Seminaren gibt Gerald Dunst sein Wissen über fruchtbare Böden weiter.

Themenblock 4 – Forschung und Entwicklung

Stefan Stevanović: Strukturstabile Substrate, Wurzelraumerweiterung und Messmethoden: Forschung an der ZHAW

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Stefan Stevanović, Tagung 2024. Foto: Black2GoGreen / Hochschule Geisenheim University.

Durch Nutzungsdruck, Verdichtung und Einschränkungen im Untergrund steht immer weniger Platz für Stadtbäume zur Verfügung – obwohl sie mit Beschattung, Kühlung und Regenwasserbewirtschaftung zentrale Ökosystemleistungen erbringen. Strukturstabile Substrate wirken Verdichtung entgegen und haben eine erhöhte Wasserspeicherkapazität. In Forschungsprojekten in Zürich, Bern und Basel wurden solche Substrate entwickelt; in Pilotprojekten und Freilandversuchen werden verschiedene Mischungen mit Pflanzenkohle und Schotter getestet. Zur Überwachung dienen Bodensensoren in Baumgruben und unter Straßen sowie durchsichtige Wurzelrohre und Saftflussmessungen. Erste Erkenntnisse aus den Projekten der ZHAW wurden auf der Tagung vorgestellt.

Dr. Michael Richter: Urbanes Regenwassermanagement und Baumrigolen (BlueGreenStreets)

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Dr. Michael Richter, Tagung 2024. Foto: Black2GoGreen / Hochschule Geisenheim University.

Im BMBF-Projekt BlueGreenStreets werden seit 2019 in verschiedenen Kommunen Planungs- und Gestaltungsansätze für wassersensible, klimaangepasste Straßenräume entwickelt. Ein Schwerpunkt liegt auf der Entwicklung, pilothaften Anwendung und dem Monitoring von Konzepten für die dezentrale Regenwasserbewirtschaftung an Stadtbaumstandorten (z. B. Baumrigolen) sowie auf dem Vergleich verschiedener Bauweisen. Der Vortrag fasste die Erkenntnisse zusammen, benannte Herausforderungen und stellte Netzwerk- und Regelwerksinitiativen vor.

Andrea Gion Saluz: Strukturstabile Substrate mit Pflanzenkohle – Wurzeln sind lenkbar

Referentenbild Andrea Gion Saluz mit Vortragstitel
Andrea Gion Saluz, Tagung 2024. Foto: Black2GoGreen / Hochschule Geisenheim University.

Vitalität und Lebenserwartung eines Stadtbaums hängen stark davon ab, ob er seinen Standort ausreichend durchwurzeln kann. In der Innenstadt ist der Platz aufgrund vielfältiger Nutzungsansprüche knapp; umso wichtiger ist eine integrale, situative Planung. Die Wirkung strukturstabiler Substrate ist bekannt, doch die geltenden Richtlinien und Normen reichen nicht aus, um Stadtbäume langfristig zu fördern. Pflanzenkohle kann als Lockstoff wirken und Baumwurzeln gezielt lenken – ein bevorzugter Wurzelraum eröffnet neue Möglichkeiten in der unterirdischen Raumplanung.

Themenblock 5 – Pflanzenkohle und Pyrolyse als Teil des städtischen Stoffstrommanagements

Klaus Maier: EAD Darmstadt: Der Weg zur eigenen Pyrolyseanlage

Referentenbild Klaus Maier mit Vortragstitel
Klaus Maier, Tagung 2024. Foto: Black2GoGreen / Hochschule Geisenheim University.

Mit der Anpassung der Düngemittelverordnung an neue EU-Anforderungen im Jahr 2017 sah sich der EAD veranlasst, das Produktportfolio seiner Kompostierungsanlage zu überdenken. Vor der Entscheidung für eine Karbonisierungsanlage waren umfangreiche Fragen zu klären und Maßnahmen einzuleiten. Der Vortrag berichtete über den Gesamtprozess und die Bereiche, auf die besonders geachtet werden musste.

James Doten: Minnesota: municipal biochar and community engagement

Referentenbild James Doten mit Vortragstitel
James Doten, Tagung 2024. Foto: Black2GoGreen / Hochschule Geisenheim University.

In his talk, James Doten discussed the use of biochar in Minneapolis and its role in carbon sequestration and urban sustainability. A case study from Minneapolis illustrated production, application and benefits for the environment and the community, and how this approach contributes to climate equity and efficient carbon credit management.

Björn Embrén: Lösungsansatz Stockholmer Modell: „Das Original“

Referentenbild Björn Embrén mit Vortragstitel
Björn Embrén, Tagung 2024. Foto: Black2GoGreen / Hochschule Geisenheim University.

Björn Embrén outlined the development of the Stockholm Model, a strategy that provides rooting space for urban trees and a structurally stable base for paved areas. He discussed the origins of the model and its continuous refinement, presented examples of its application and focused on the integration of structural soil and biochar for managing urban stormwater, improving compacted soil and enhancing carbon capture in cities.

Themenblock 6 – Netzwerk-Workshops und Erfahrungsaustausch

  • Erfahrungsaustausch zu neuartigen Baumpflanzungsmethoden (Tomas Stoisser, Thomas Roth)
  • Pflanzenkohle und C-Senken-Handel – neueste Entwicklungen (Dr. Nikolas Hagemann, Prof. Dr. Bruno Glaser, Patrizia Pschera)
  • Betrieb einer Pyrolyseanlage: Was ist zu beachten? (Klaus Maier, Susanne Veser)
  • F&E zu neuartigen Stadtbaumsubstraten – welche Fragen sind offen? (Andrea Gion Saluz, Gerald Dunst, David Bregulla)
  • Starkniederschlagsmanagement und „BlueGreenStreets“ (Dr. Michael Richter, Stefan Stevanović)
Teller mit bunt verpackten Schokoladen auf einem Tisch neben einem Laptop
Mit Schokolade zum passenden Workshop-Thema. Foto: Black2GoGreen / Hochschule Geisenheim University.

Workshop in einem Seminarraum mit Teilnehmenden an Tischen Workshop in einem Seminarraum mit Teilnehmenden an Tischen. Foto: Black2GoGreen / Hochschule Geisenheim University. Diskussionsrunde in einem Seminarraum Diskussionsrunde in einem Seminarraum. Foto: Black2GoGreen / Hochschule Geisenheim University. Workshop im Hörsaal mit Teilnehmenden in den Sitzreihen Workshop im Hörsaal mit Teilnehmenden in den Sitzreihen. Foto: Black2GoGreen / Hochschule Geisenheim University. Teilnehmende sitzen im Gespräch an einem Tisch Teilnehmende sitzen im Gespräch an einem Tisch. Foto: Black2GoGreen / Hochschule Geisenheim University.

Themenblock 7 – Zukunftsfähige Stadtentwicklung: Herausforderungen der Umsetzung in die Praxis

Alain Bertschy: Pflanzenauswahl für klimaresiliente Stadtbäume

Referentenbild Alain Bertschy mit Vortragstitel
Alain Bertschy, Tagung 2024. Foto: Black2GoGreen / Hochschule Geisenheim University.

Der Wechsel zwischen lang anhaltenden Trockenphasen und Starkregen sowie zunehmend schwierige Baumstandorte erfordern klimaresilientere, zukunftsorientierte Stadtbaumsortimente und deren sorgfältige Planung. Im Internet kursieren unzählige Listen empfohlener Straßen- und Parkbäume. Für die Auswahl standortgeeigneter Bäume müssen jedoch die künftige Standortveränderung und der Lebensbereich des Baumes für seine Funktion („Grünraumvolumen“) im Fokus stehen. Je nach Baumgrube und durchwurzelbaren Erweiterungsräumen, Exposition, Lichtverhältnissen, Mikroklima, Geologie und Lebenszyklus müssen die Bäume den passenden Lebensbereichen zugeordnet werden. Auf großzügigen Plätzen, Straßenzügen und in Parks werden vor allem großkronige Bäume gebraucht, die Schatten spenden und zügig wachsen; kleinkronige, häufig sortenbasierte Bäume ohne Leittrieb reichen dort für die nötige Hitzeminderung nicht aus. In kleinen Innenhöfen und engen Straßen sind dagegen eher lichtkronige, fiederblättrige Bäume sinnvoll, damit die Luft weiterhin zirkulieren kann.

Martin Vysoký: Blue-Green-Grey Systems for Liveable and Resilient Streets

Referentenbild Martin Vysoký mit Vortragstitel
Martin Vysoký, Tagung 2024. Foto: Black2GoGreen / Hochschule Geisenheim University.

Blue-Green-Grey (BGG) Systems are nature-based technologies for designing multifunctional streetscapes in which blue (water), green (vegetation) and grey (hard surfaces) elements work in close synergy. By replacing conventional materials with an open subbase layer, stormwater functions and root volume for vegetation can be created while hard surfaces for traffic are preserved.

Dank

Wir danken allen Teilnehmer:innen und Referent:innen für ihre bereichernden Beiträge.

Gruppenfoto von rund hundert Tagungsteilnehmenden vor einem Gebäude auf dem Campus, aus erhöhter Perspektive
Gruppenfoto von rund hundert Tagungsteilnehmenden vor einem Gebäude auf dem Campus, aus erhöhter Perspektive. Foto: Black2GoGreen / Hochschule Geisenheim University.