Über uns

Projekt für urbane Pflanzenkohleverwendung

Die geförderte Projektlaufzeit von Black2GoGreen ist offiziell abgeschlossen. Black2GoGreen setzt seine Aktivitäten im Wissenstransfer, in der Netzwerkarbeit und im fachlichen Austausch fort. Die Plattform, das entstandene Netzwerk und der Online-Stammtisch bleiben aktiv und verbinden weiterhin Wissenschaft, Kommunen und Praxis.

Das Projekt

Wissen aus der Praxis für die Praxis

Vom 01.09.2023 bis zum 30.09.2026 lief das interdisziplinäre Wissenstransfer-Projekt „Black2GoGreen“ an der Hochschule Geisenheim University unter der Leitung von Prof. Dr. Claudia Kammann. Das Projekt konzentrierte sich vorrangig auf Pflanzenkohle-Makadam-Stadtbaumsubstrate nach dem „Stockholmer Modell“ – als kombinierte Strategie für Klimaanpassung und Klimaschutz im urbanen Grün.

Über Wissenstransfer, Kompetenzaufbau und Netzwerkbildung sollte Black2GoGreen den Praxiseinsatz von Pflanzenkohle in urbanen Substraten und Erden fördern – für ein besseres Pflanzenwachstum, eine nachhaltige Stadtentwicklung und die Anpassung an den Klimawandel.

Dazu schuf das Projekt eine aktive Plattform, die Wissenschaft, Kommunen, Behörden, Anwender sowie Hersteller von Pflanzenkohle und Substraten miteinander verbindet. Ziel war es, Hürden bei der Umsetzung zu erkennen und nach Möglichkeit zu überwinden.

Ein besonderer Schwerpunkt lag auf dem Wissenstransfer aus dem und in den deutschsprachigen Raum: Bewährte Lösungen und innovative Ansätze, wie sie in anderen Ländern und in deutschen Pionierkommunen entwickelt wurden, sollten systematisch gesammelt, aufbereitet und Interessierten zugänglich gemacht werden – damit bestehende Lösungen breiter angewendet und weiterentwickelt werden.

Gruppenfoto der Tagungsteilnehmenden auf einer Wiese im Park der Hochschule Geisenheim, im Hintergrund blühende Bäume
Das Netzwerk bei der Black2GoGreen Tagung 2025 in Geisenheim. Foto: Lūna Nueva Photography
Straßenbaum mit dichter Krone an einer Straßenecke, darunter ein Café
Große Kronen spenden Schatten und kühlen durch Verdunstung. Stockholm 2024

Urbanes Grün

Multifunktionaler Beitrag urbaner Begrünung: Luft, Klima, Wasser und CO₂

Natürliche Luftreinigung
Bäume können relevante Mengen an Feinstaub und Aerosolen aus der Luft filtern.
Kühlung durch Stadtbegrünung
Große Bäume verdunsten täglich viel Wasser über ihre Blätter. Das kühlt die Umgebung und mindert den Effekt urbaner Hitzeinseln.
Schwammstadt-Prinzip
Baumgruben nach dem Stockholmer Modell oder mit Pflanzenkohle-Substraten bieten ein größeres Volumen und eine höhere Aufnahmekapazität. So speichern sie Regenwasser wirksamer.
CO₂-Bindung und Klimaschutz
Bäume binden CO₂ und tragen so zum Klimaschutz bei. Pflanzenkohle wird zusätzlich als Kohlenstoffsenke genutzt und kann die Bodenqualität verbessern.

Team

Das Black2GoGreen-Team

Porträt Prof. Dr. Claudia Kammann

Projektleitung

Prof. Dr. Claudia Kammann

Das interdisziplinäre Black2GoGreen-Team der Hochschule Geisenheim University wurde von Prof. Dr. Claudia Kammann (Institut für angewandte Ökologie) koordiniert. Sie hat die Professur für Klimafolgenforschung an Sonderkulturen inne und ist eine international anerkannte Expertin für den Einsatz von Pflanzenkohle zur Klimawandelanpassung und -mitigation.

Sie leitet zahlreiche Forschungsprojekte zu Mitigations- und Anpassungsstrategien, unter anderem zur Entwicklung pflanzenkohlebasierter Düngemittel mit Umweltvorteilen wie einer verminderten Nitratauswaschung.

Claudia Kammann ist Mitglied des Directorial Boards der International Biochar Initiative (IBI) und des wissenschaftlichen Beirats des Fachverbands Pflanzenkohle e. V. Sie war an der Entwicklung des Europäischen Pflanzenkohle-Zertifikats (EBC) beteiligt, eines freiwilligen Industriestandards für Qualitätssicherung und die Bilanzierung von Kohlenstoffsenken (EBC 2012, 2020; vgl. www.carbon-standards.com).

Porträt Emir Hasanagić

Projektmanagement & Ansprechpartner

Emir Hasanagić

Emir Hasanagić ist Projektmanager von Black2GoGreen. Er studierte Gartenbau (Horticulture) an der Universität Sarajevo und schloss den Master Landschaftsarchitektur (IMLA) an der HfWU Nürtingen-Geislingen und der HSWT ab.

Sein Fachwissen umfasst Baumbiologie und -physiologie sowie die räumliche und technische Entwicklung urbaner Räume. Diese Expertise bringt er ein, um nachhaltige Lösungen für die urbane Infrastruktur voranzubringen.

Weitere Teammitglieder

  • Prof. Dr. Alexander von Birgelen

    Professur für Pflanzenverwendung

  • Prof. Dr. Eckhard Jedicke

    Professur für Landschaftsentwicklung

  • Prof. Dr. Andreas Thon

    Professur für Bautechnik in der Landschaftsarchitektur

  • Dr. Jörg Kunz

    Professur für Zierpflanzenforschung und urbanen Gartenbau

  • Prof. Dr. Moritz Wagner

    Professur für nachhaltigen Ressourceneinsatz und Stoffstromanalysen bei Sonderkulturen

  • Prof. Dr. Heiko Mibus-Schoppe

    Professur für Zierpflanzenforschung und urbanen Gartenbau

Luftbild des Campus der Hochschule Geisenheim University mit Gebäuden, Parkanlagen und Rebflächen
Parkanlage mit alten Bäumen auf dem Campus der Hochschule Geisenheim University

Hochschule Geisenheim University

Black2GoGreen war am Institut für angewandte Ökologie der Hochschule Geisenheim University angesiedelt.

Gefördert vom Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN) aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages. Förderkennzeichen: 67DAS285.

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